Sächsische Schweizmmmmmmmm

Die Sächsische Schweiz, der zu Sachsen gehörende Teil des Elbsandsteingebirges, wurde im frühen 19. Jahrhundert als Wander- und Erholungsgebiet entdeckt. Die Attraktivität dieser Landschaft für den Besucher liegt vor allem in ihren gegensätzlichen Reizen mit dem canonartigen Elbtal, den Gründen der kurzen Elbnebenflüsse, den landwirtschaftlich genutzten Ebenheiten über dem Elbtal, inselartigen Tafelbergen und der Felsenwildnis im östlichen Teil.

Das älteste und berühmteste Touristenzentrum im vorderen Elbtal ist die Bastei. Dieses rund 800 Hektar große Naturschutzgebiet umfaßt die 300 Meter hohe Basteihochfläche, die durch zahlreiche Felsbuchten zerschnitten ist, so daß schöne Wanderwege an den vielen hier zu findenden Kletterfelsen vorbeiführen.

Anfangspunkt für die Wanderungen ist der Kurort Rathen, hier beginnt der Basteiweg. Ein reizvoller Weg führt zum Beispiel zum Amselsee. Weit aufragende Kletterfelsen, wie Lokomotive, Talwächter, Mönch Kleine und Große Gans, umschließen diesen idyllischen Platz, der zu romantischen Bootsfahrten einlädt.
Das Tor zur Sächsischen Schweiz bildet die Stadt Pirna, nämlich dort, wo sich die Dresdner Elbtalweitung verschmälert und steile, felsige Hänge das Elbtal zu beiden Seiten flankieren. Hier trifft man die ersten Bergsteiger, die an Rucksack, Kletterseil und Haken leicht zu erkennen sind.

Über dem Städtchen Königstein thront auf dem 360 Meter hohen Tafelberg die gleichnamige Festung, einst die mächtigste Anlage ihrer Art in Deutschland. Seit dem 16. Jahrhundert zur stärksten sächsischen Landesfestung ausgebaut, die nie erobert wurde, ging sie auch als berüchtigtes Staatsgefängnis in die Annalen ein. Wohl einer der berühmtesten Gefangenen war von 1706 bis 1707 Johann Friedrich Böttger, der als Alchimist Gold für den König machen sollte. Seine Bemühungen erbrachten jedoch die Erfindung des "Weißen Goldes", des ersten weißen Porzellans in Europa, was schließlich zur Gründung der Meissner Porzellanmanufaktur führte.